Reiseberichte                                          

  • Ägypten - El Quesier 2008                                        new !!!
  • Philippinen 2007
  • Südtour Rotes Meer 2005
  • Lanzarote/Spanien Hotel Playa Blanca Dunas Juni 2005
  • Foto-Trainingslager in Rosas/Spanien Mai 2004
  • Bodrum/Türkei  Hotel Palm Area April 2004
  • Südtour Rotes Meer 2003
  • Südtour Rotes Meer 2002
  • Südtour Rotes Meer 2000
  • Malediven 1998 (auf Wunsch von Hubert erstellt ;-) )


31.07. - 07.08.2008  Ägypten –  Hausrifftauchen in El Quesier

Kurzfristig hatten wir uns überlegt noch für eine Woche nach Ägypten zu fliegen. Boot oder Festland? Wir entschieden uns fürs Festland. Gunter bevorzugt Hausrifftauchen, um sich in aller Ruhe und ohne Zeitdruck seiner Kamera zu widmen.
Wo kann man aber in Ägypten günstig Non-Limit-Tauchen, ohne Tauchsafari? Ein Blick in die Kataloge lässt einen die Augen verdrehen. Non-Limit-Tauchen im klassischen Stil ist gar nicht zu finden. Es gibt Tauchpakete, die enthalten aber lediglich 2 Bootstauchgänge am Tag oder eben Pakete von 10 Tauchgängen.

Wir sind dann doch noch fündig geworden, über unser befreundetes Reisebüro TSL in Lahr. Die Empfehlung lautete: Hotel Fanadir Holiday Resort in El Quesier. Angeschlossen am Hotel findet man die Tauchbasis Pharao Divers. Das Hotel wurde Anfang des Jahres neu eröffnet und so findet man die Anlage frisch renoviert mit neuen Möbeln, sehr sauberen und ordentlichen Zimmern, einer wunderschönen ruhigen und gemütlichen Poolanlage und eben auch einer noch ganz frischen Tauchbasis.

Alles läuft rund, das Personal ist über die Maßen motiviert und hilfsbereit. Hat doch die Hotelmanagerin Gisela alles im Griff und alles hört auf ihr Kommando! Mütterlich-fürsorglich wird man von Gisela umsorgt, damit es dem Gast an nichts fehlt. Sie selbst steht abends in der Küche und man darf sich morgens wünschen, was man abends essen möchte. Für die Guides der umliegenden Resorts hat Gisela eigens einen Taucherstammtisch mit deutschem Essen eingerichtet, damit die Jungs und Mädels nicht allzu sehr Heimweh nach unserem Essen haben. Dies stört aber auf gar keinen Fall den Hotelbetrieb; diejenigen Gäste, die auch im Urlaub nicht auf deutsches Essen verzichten möchten, schließen sich einfach den Guides an und bekommen gute, deutsche Hausmannskost. Wir bevorzugten einheimisches Essen und waren überrascht, welch’ wohlschmeckende Gaumenfreuden aus Arabia wir erleben durften. Lecker! Nein, ich korrigiere: sehr lecker!

Zum Tauchen:
Die Basis war professionell organisiert. Da wir von Land aus tauchen wollten, wurden wir morgens mit einem Kleinbus abgeholt. Die in Kisten verpackte Ausrüstung wurde vom Personal via Jeep an den Tauchplatz gefahren. Wenn wir dort ankamen, war bereits ein Beduinenzelt aufgebaut, unsere Kisten standen im Schatten neben unseren Flaschen und wir rödelten selbst auf, um dann durch Riffkanäle  zum Meer zu tauchen. Nach dem Tauchen gab es für jeden eine Flasche Wasser und Obst.
Wünsche der Gäste für Tauchplatz oder „Dinge, die man grad mal sehen möchte“, wurden stets berücksichtigt und in die Tauchplatzplanung eingebaut. Die uns vorher angekündigte Seekuh am Hausriff haben wir leider mehrfach nicht angetroffen. Auch Seekühe haben mal Urlaub!

Wer nicht von Land aus Tauchen möchte, hat optional auch die Möglichkeit auf ein Boot zu gehen. Hier gibt es dann eine Ausfahrt mit 2 Tauchgängen an der Küste um Quesier. Wer dann unbedingt ans nahe Elphinstone möchte, kann auch dies bestellen. Darauf haben wir aber getrost verzichtet (Wir berichteten in einer früheren Ausgabe!). Das Boot schien uns ein ehemaliges Safariboot zu sein. Es war groß, geräumig, bot viel Schatten auf dem Oberdeck und war zum Tauchen bestens geeignet.

Zum Hausriff möchte ich folgendes nicht unerwähnt lassen: Zunächst läuft man über ein flaches Riffdach zum Einstieg des Riffkanals. Danach taucht man in ein Höhlensystem ein, das zwei Ausgänge zum Meer hat. Der erste Ausgang schien mir recht eng; dort mussten wir die Kameraausrüstung längs vor uns herschieben. Der Abstand zwischen Boden und Decke ist nicht besonders groß, so dass man nicht umherkommt, dass man eine Menge Sand aufwirbelt. Dem entsprechend schlechte Sicht, dementsprechend ohne Lampe tauchen – was nicht jedermanns Sache ist. Der zweite Ausgang war wesentlich größer und einfacher zu Tauchen. Jedoch ist der Eingang für den Rückweg an dieser Stelle nicht markiert und man muss sich genau orientieren, um diesen Eingang bei schlechter Sicht im Riffkanal wieder zu finden.


Fazit: Von 56 möglichen Gästen waren gerade mal Sechs im Hotel untergebracht. Wir genossen die Ruhe, hatten mal keinen Stress und ließen uns von Gisela verwöhnen. Gunter und ich waren uns einig, dass die Basis geradezu ideal für eine Clubfahrt sei oder aber auch mal eine vernünftige Alternative für eine mögliche Jugend-Tauchfahrt. Weit weg von all dem hektischen Treiben in Hurghada und den überfüllten Riffen. Wir waren begeistert über die zuvorkommende und freundliche Betreuung des Teams der Tauchbasis und möchten lobend erwähnen, dass Oli für jedes auch noch so kleine Problem eine praktische Lösung hatte. Dies ist für eine Basis nicht immer stelbstverständlich!

19.07.-05.08.2007 - Philippinen, Insel Mindoro, Sabang


Schon lange wollten wir mal wieder einen richtig guten Tauchurlaub machen. Befreundete Taucher aus dem WLT (
Reiseveranstalter TSL) hatten uns die Insel Mindoro/Sabang empfohlen. Der Reisepreis war mehr als fair und so sind wir sehr komfortabel mit der Quatar Airline über Doha nach Manila gereist. Wenn Fliegen zum Erlebnis wird ... In der Tat bietet die Airline einiges: viel Platz im Beinbereich, ein höhenverstellbares Fußbänkchen, 93 Filme anwählbar mit eigener Fernbedienung, daneben einige Videospiele und viele Musiksender. Sämtliche alkoholischen Getränke (wer's denn braucht!) sind neben einem sehr schmackhaften und reichhaltigen Boardmenü im Preis enthalten. Hapern tut's für uns Taucher am limitierten Gepäck. 10 kg freies Tauchgepäck ist natürlich ein schlechter Scherz und für Fotografen ein noch viel schlechterer! So wollte man auf der Heimreise am Flughafen Manila 650 Dollar von uns wegen Übergepäck. Gunter hat dann bis zum Fluggesellschafts-Niederlassungsleiter alle Leute rund gemacht und nach einer 1-stündigen Diskussion wurde uns das Geld erlassen und wir konnten endlich einchecken. Der nächste Negativpunkt der Reise ist der lange Transfer. Von Haustür zu Haustür sind es dann doch über 30 Stunden und das hat es in sich.
Die 120 km Taxifahrt vom Flughafen nach Batangas durch einen sehr komfortablen privaten Transfer (Taxi) hat knapp 5 Stunden gedauert. Manila ist riesig und es dauert ewig lang, diese beeindruckende Stadt zu durchqueren. Armut und Reichtum geben sich die Hand. Fassungslos habe ich am Fenster gehockt und war tief getroffen über das Gesehene. Hier findet man 1-m²-kleine Waben, in denen Menschen leben, neben Quatern, in denen Villen im Colonial-Stil stehen. Natürlich abgesichert durch hohe Mauern und privaten bewaffneten Securities! Shopping-Malls, die selbst die Riesen in den USA übertreffen mit Gucci, Prada, Breitling & Co's locken mit Angeboten, wo ich mich fragte: Und wer bitte kauft hier ein? Der Taxi-Fahrer meinte zu mir: The rich ones !
Mit einer Banka-Fähre haben wir dann spät abends von Batangas auf die Insel Mindoro übergesetzt.

Entlohnt für die Strapazen der Anreise wurden wir am nächsten Tag mit Tauchgängen, die alles bisher gesehene überstrahlten. Schnecken, Kreaturen, Fischschwärme, unzählige Haarsterne, tolle Rifflandschaften und herrliche Wracks ließen das Tauchen zum Erlebnis werden. Am Sabang Hausriff gibt es gleich 3 Wracks (angefangen bei 24 Meter), dann geht's weiter hoch über diverse Korallenformationen, über eine Seegraswiese und im Flachwasserbereich zum Austauchen eine riesige Sandbank, auf der das Leben tobt. Vorsicht! Nicht mit der Hand im Sand abstützen, man weiß nie, was dort vergraben ist. Überall schauen Dich Augen aus dem Sand an. Hier ein flinker Pegasus, dort ein Himmelsgucker, dann wieder ein Geisterpfeiffenfisch - man weiß nicht, wo man hinschauen soll! Bei 40 Tauchgängen haben wir beide unzählige Fotos mitgebracht. Die gilt es nun auszusortieren und entsprechend aufzubereiten.

Gewohnt haben wir im Sabang Inn. Das Hotel ist zweckmäßig und ideal für den Taucher schlechthin. Die Mädels aus der Küche zaubern Dinge, die mir noch heute den Geschmack zurück in den Mund assoziieren. Günter & Ralf führen das Hotel. Während unseres Aufenthaltes hatte gerade Ralf Dienst. Zurückhaltend und sehr freundlich hat er uns sowohl morgens als nach fast jedem Tauchgang begrüßt und einfach für unser Wohl persönlich Sorge getragen. Er war halt immer da, wenn wir ihn brauchten und das zeichnet einen Geschäftsführer aus! Seine positive Art überträgt sich auf Mannschaft und Gäste. Lieber Ralf, Du tust dem Hotel sehr gut! Der Divemaster Cenon hat alle bisherigen Guides in den Schatten gestellt. Jeder Tauchgang wird im Sabang Inn geguided, was das Tauchen noch erlebnisreicher macht. "Heute möchten wir bitte eine Coleman-Crabb sehen" ... kein Problem, abgetaucht, umgeschaut, bitte hier wohnt sie auf dem Seestern. Cenon hat alle unsere Wünsche rund ums Fotografieren erfüllt, nein ich würde sagen übertroffen. Ihm gilt mein tiefer Dank für unvergessliche Momente. Die Crew ist sehr bemüht und liest einem jeden Wunsch von den Augen ab. Lediglich Kamera, Computer und Blei sind morgens selbst zum Boot, das unmittelbar vor der Basis anlegt, mitzunehmen. Rest übernimmt die Crew. Man taucht so oft, wie man möchte. Die Divespots liegen vor der Haustüre. Längster Transfer waren mit dem Boot 15 Minuten. Sogar beim Hausrifftauchen am späten Nachmittag erhält man einen bequemen Bootstransfer, der natürlich im Preis inbegriffen ist.

Meine Urteil: nix, wie hin! Und wir sehen uns auf jeden Fall wieder!


27.10.-04.11.2005 - Südtour Rotes Meer, Heaven Liberty       


 Hochzeitrsreise und dann auch noch mit

 der Heaven Fleet !




Dank Claudia aus dem Buchungsbüro der Heaven Fleet in Ägypten wurde aus der Tour eine tolle Reise! Sie hat dafür Sorge getragen, daß wir rechtzeitig Karlis Gitarre für Gunter an Board hatten, daß uns die Honey-Moon-Suite zugeteilt wurde UND irgendwie ist bei der Crew durchgesickert, daß wir frisch verheiratet sind. Dies hat die Crew natürlich zum Anlaß genommen, für uns eine tolle Überraschungsparty auszurichten. Wir hatten alle viel Spaß und haben uns super amüsiert.


Thanx to

  • Claudia für ihren tollen Support, ihr freundliches Wesen
    und das Treffen
    im Bistro in Hurghada
  • Karli für das zur Verfügung stellen der Gitarre
    (hey, wir hatten romantische Stunden)
  • Dray und Toni - den beiden Guides für eine spannende Reise
  • der CREW der Liberty für ihre stetige Fürsorge, Aufmerksamkeit, reibungslose Tour und natürlich der gelungenen Überraschungsparty
  • Mamdouh dem genialen Flughafenmitarbeiter der HF, der uns aus dem Staunen nicht mehr herausgebracht hat (siehe unten)


ein offenes Wort zur Tour:
Weiter unten habe ich bereits mehrfach auf die Vorzüge einer Reise mit der Heaven Fleet hingewiesen. An super Service, aufmerksamen Support und gehobenem Niveau hat sich auch die letzten 2 Jahre nichts geändert. Daher gehe ich hier nicht weiter darauf ein. Das Schiff entsprach voll und ganz der Heaven Fleet !!!

Dennoch möchte ich Kritik üben, da es mich sehr belastet hat, was in Ägypten vor sich geht ...
Früher *senier - hach früher ...*lagen wir in Hamata oder Quesier mit 2-3 Schiffen im Hafen und das wars. Als wir mit dem Bus in Ras Galib ankamen, dachte ich, irgendjemand hätte mich nach Hamburg in den Hafen gebeamt. Boot an Boot an Boot an Boot. Eine Endloskette von Kreuzfahrtschiffen. So war es dann auch auf der Tour. Schon früher mußten wir für den early-morning-dive früh raus. Ist ja auch recht, schließlich wollen wir tauchen und die ersten am Riff sein. Aber heute, muß man soooo früh raus, daß ich mich frage, wo bleibt hier meine Erholung und mein Urlaub? Die Guides haben Streß, damit sie für ihre Gäste das Beste herausholen und müssen nachts bereits Ausschau halten, welches Kreuzfahrtschiff zu welchem Riff unterwegs ist. Ich sage es in aller Offenheit: das macht keinen Spaß.

Man streckt morgens die Nase aus dem Wasser und man erblickt ein Mehr. Richtig, nicht Meer mit zwei E, sonder Mehr mit H. Denn es sind mehr Boote, mehr Taucher, mehr Gedöne am Riff. Wer hat den besten Liegeplatz, wer kommt zu spät, keine Zeit um noch ein gemütliches Bad im Meer zu nehmen, nein - wir müssen weiter zum nächsten Riff, weil da ja wieder der Kampf um einen guten Liegeplatz losgeht.

Abschließend noch ein Schreck-Erlebnis von meinem Lieblingsriff, dem Elphinestone.
Wir waren zu Beginn der Tour dort und auch am letzten Tag. Was wir dort erlebt haben, spottet jeder Beschreibung. Dort fahren heute nicht nur Kreuzfahrtschiffe hin, nein auch jedes Hotel, was auch nur einen Kahn mit Motor ausstattet schippert auf das Elphinestone zu. Schaut Euch mal die Werbung der namhaften großen Tauchreiseveranstalter an zum Thema: Basen am südlichen Roten Meer. Ihr werdet feststellen, daß echt alle Hotels von Safaga bis Marsa Alam damit werben, Tagestouren zum legendären Elphinestone zu unternehmen. Es ist so krass, daß ich keine Worte finde. 16 Boote an einem Plateau. Kann sich bitte irgendjemand vorstellen, wie es dort unter Wasser zugeht? Es ist unglaublich. Man springt von der Plattform und befindet sich in einem Whirlpool. Man sieht Blasen über Blasen. Und alle wollen nur eins: wo ist der sagenumwogene Longimanus. Das Riff selbst, die wunderschön bewachsenen Wände und die Plateaus mit ihrer Artenvielfalt sind zur Nebensache geworden. Wo ist er, wo bleibt er, ich will ihn auch endlich sehen ....

Beim 2. Anlegen am Elphinestone war soviel los auf dem Plateau, daß mein Mann bereits während des Abstiegs die Krise bekam und abwinkte. Okay, dann wenigstens ein kleines Foto eines Longis und dann raus aus der Brühe. Wir sind dann zum Seil und haben dort kurz gewartet. Unsere lieben Mitreisenden aus dem Ösiland haben dies gleich gespannt und folgten uns auf der Flosse. So hingen wir dann mit --- wat weiß ich wieviel Leuten am Seil. Ich dacht echt, du bist im falschen Film.
Ein super netter Buddy hat es sogar geschafft, in der Hektik um ein Foto mit einer Billigknippse,als der Longi in weiter Ferne zu sehen war, mit seiner Flosse in den Domport von Gunter zu treten. Das Objektiv ist nun kaputt. (Wohlbemerkt, Gunter stand ein Stück weg vom Seil im Freiwasser und der Taucher wollte sich neben Gunter, der ja offensichtlich toll positioniert ist, auch einen Platz in der ersten Reihe sichern.) Wißt Ihr, da hört bei mir der Spaß am Tauchen auf. Soviel Unkollegialität habe ich noch auf keiner Reise erlebt. Tauchen ist doch auch ein Sport, den man sehr gut in einer Gruppe erleben kann. Nur gehört hierzu auch ein gewisses Maß an Disziplin, Kollegialität und Aufmerksamkeit seinen Buddies gegenüber. Aber anscheinend wird das in einigen Tauchausbildungen vergessen zu vermitteln. Oder leben wir wirklich in einer so egoistischen Welt? Schade !!!!

Hahhh, noch kurz ne andere Storry... ich hatte mich gerade über einem sehr schönen Korrallenblock austariert, Gunter hatte mich fototechnisch positioniert, ich halte die Luft an, solange ich kann, Gunter hat seine Lichtanlage endlich in Position und ein Mitreisender schwimmt ins Bild, vor Gunter, knippst mich, wirbelt Sand vom Grund auf und macht sich davon. Halloooooo ? ---ohne Worte ---

Zurück im Hafen in Ras Galib erwartete uns eine tolle Nachricht: unsere Fluggesellschaft "Aero Flight" gibt es wohl nicht mehr und wir müssen mal sehen, wie wir zurück nach Deutschland kommen. Wir wurden dann nach Düsseldorf verfrachtet  und haben uns dort einen Leihwagen genommen. Nunja - thats life.

Am Flughafen in Hurghada ist uns noch etwas total Irres passiert:
Als wir ankamen standen unglaublich viele Menschen auf der Straße vor dem Flughafengebäude. Bedingt durch die Aero Flight Flug-Stornierungen und das Ende des Ramadans war am Flughafen echt die Hölle los. Da kommt plötzlich aus dem Nirvana ein Araber, spricht in gebrochenem Deutsch wild auf uns ein, bedrängt uns, ihm zu folgen, hat bereits einen Koffer in der Hand und ist uns mit dem ganzen Gepäck behilflich. Er drängt sich an sämtlichen !!! wartenden Menschen vorbei, schuppst, macht Platz, drängelt und schwups, sind wir durch die Gepäckkontrolle. Dann gestikuliert er uns, wir mögen warten, er suche unser Check-in. Kaum einen fragenden Augenkontakt zwischen Gunter und mir später, war er auch schon wieder da, drängelte sich wieder über all vor und schwups, war unser Gepäck richtig aufgegeben und wir hatten unsere Boardingcards in der Hand. Dann schuppst er uns weiter, hilft uns beim Ausfüllen der Ausreiseblätter und schwups, sind wir durch die Paßkontrolle. Wir erwarteten nun eine Rechnung von mindestens 100 Dollar oder sonst irgendwas kriminelles, aber dieser nette Araber schüttelt uns die Hand, gratuliert uns sogar nochmals zur Hochzeit (hääääääää??? - woher weiß dieser Mensch das ?????? und wer in aller Welt ist das ???????). Wir wollen ihm ein Trinkgeld geben, doch er lehnt höflich ab. Wir schauen beide wie das Dugong auf der Seegraswiese und er lacht sich kaputt und meint, wir würden ihn wohl nicht mehr erkennen. ---> nein, nicht wirkich. Wir beide kannten ihn nicht. Er erzählt uns, bei der Einreise habe er ein anderes Hemd getragen.---> okay ! Aber auch in einem anderen Hemd kennen wir ihn nicht. (Haben wir vielleicht einen Dekounfall und merken es nicht?) Jedenfalls haben wir uns bei diesem netten Menschen außer ordentlich bedankt, ihm unser aller letztes Bargeld aufgedrängt (es waren leider nur noch 5 Euro) und dann sind wir zum Gate.
Zu Hause hat sich herausgestellt, diese freundliche Mensch heißt Mamdouh und arbeitet für die Heavenfleet. Ohne ihn hätten wir mit Sicherheit unseren Flug verpaßt und würde womöglich noch Tage am Flughafen in Hurghada kampiert haben. Verleiht dem Mann einen Orden ;-)))


Fazit: Die Reise war sehr schön, aber auch erschreckend mit Blick auf die vielen Kreuzfahrtschiffe. Wenn die Regierung nicht bald einschreitet, sind auch die Riffe im südlichen Meer der Gefahr ausgesetzt, daß sie bald so aussehen, wie die Riffe rund um Hurghada.

Dagegen sollte man etwas tun!


Noch ein Wort zu einem tollen Projekt unseres Guides, Dray von Beek. Er hat mit einem Kumpel ein Projekt zur Katalogisierung von Wasserlebewesen ins Leben gerufen. Die Seite zeigt nicht nur viele schöne Bilder, sondern birgt auch eine Menge Informationen rund um Fische, Säuger, Korallen und niedere Tiere. Auch für interessierte Kinder ein gut sortiertes Nachschlagewerk. Schaut mal rein !

copyright Foto: Aqualifeimages


14.-28.06.2005 - Lanzarote/Kanaren - Hotel Blaya Blanca Dunas

Wieder unterwegs mit unseren 4 Freunden aus Grevenbroich - den Scholls - sind wir diesmal auf Lanzarote gelandet. Hach, was soll ich sagen ??? - es war einfach wunderbar. Die Insel ist geprägt durch ihr außergewöhnliches Landschaftsbild. 6 Jahre hat dort im Jahre 1730 die Erde fast ununterbrochen Feuer gespuckt und eine bizarre Lavamasse hinterlassen. Der Ausflug mit dem Mietwagen in die Feuerberge war atemberaubend. Staunend saßen die Kinder am Fenster und ließen sich von den noch intakten Vulkanen beeindrucken. Auf über 50 qkm haben sich über 30 Vulkane gebildet und dieses Gebiet wurde zum Nationalpark "Timanfaya" erklärt. Die dortige Tour ist ein absolutes Muss für jeden Besucher Lanzarotes.

Mehr hat mich jedoch Cesar Manrique beeindruckt. Gebürtig in Lanzarote, einen weiten Weg über New York gegangen und dann doch zurück zu den Wurzeln gekommen, hat er den Kanaren ein eigenes Gesicht gegeben. Gerade auf Lanzarote hat er großen Einfluß auf die Architektur genommen. Es dürfen keine Hochhäuser und mehrstöckige Hotelkomplexe gebaut werden, damit das Landschaftsbild nicht verschandet wird. Auch große Reklametafeln sind verboten. Die Häuser haben einen weißen Anstrich und fast alle grüne Fensterläden. Das sieht wunderhübsch aus. Überall findet man Monumente von C. Manrique. Die Sehenswürdigkeiten wurden von ihm gestaltet und erhalten. Der absolute Hit ist sein Haus in Tahiche. Ich hätte Stunden dort verbringen können und die außergewöhnliche Architektur verbunden mit der Kunst und Kühnheit des Künstlers auf mich wirken zu lassen. Aber leider waren die Mäuse bereits müde und wollten zurück zu ihrem heißgeliebten Pool.

Da kommen wir auch schon zum Hotel ... Es hat sich sehr ausgezahlt, ein 4* Hotel zu buchen, denn es war ausgesprochen gepflegt, großzügig, kinderfreundlich, gärtnerisch faszinierend angelegt und das Essen nicht nur reichlich sondern auch sehr sehr lecker. Die Animation - hier grüßen wir mal herzlich: Patrick den Chefani, Danny den Helli-Schwimmlehrer, Swelte die Gunti-Unfall-Bikerin, Jane Fonda Ulli die Sandra-Wasser-Gym und Judith die Angy-Kinder-Ani !!! - war einfach großartig. Dagmar und ich genossen die Aqua-Gym, den Beauty-Tag und das nervige 1-2-fly Lied morgens, mittags und abends. Abends gab es saugute Shows. Hey, wegen Euch haben wir die Kids nicht mehr ins Bett bekommen. Bereits mittags ab 2 wurden wir abgenervt, ob es wieder eine tolle Show geben werde und die Mäuse aufbleiben dürfen.

Leider hatte Gunter beim Mountainbiking einen Unfall und mußte am Arm genäht werden. Aus 2 Mäusen wurden ruck-zuck 3 Kids und ich hatte alle Hände voll zu tun, um sämtliche Mäuler zu stopfen. Da war es dann auch vorbei mit der Taucherei. Immerhin habe ich 2mal den Kopf unter Wasser gesteckt und das war auch sehr fein. Gunter und Dagmar hatten allerdings das große Glück bereits 3 mins nach Abtauchen einen Engelhai zu bewundern *grünwerdvorneid* !!!

Es hat uns insgesamt so gut gefallen, daß wir bestimmt dort nochmals hinfahren werden. Die Insel ist wirklich bemerkenswert und bekommt die volle Punktzahl !!!


05.-14.05.2004 - Foto-Trainingslager in Rosas/Spanien           

Ein paar Stunden mit dem Auto, flugs über die Pyrenäen und schon ist man in Rosas an Spaniens wilder Küste. Eingecheckt im Hotel Bagatelle und nix wie hin zur Basis Rosas Sub von Otmar und Margit.

Dort hatte Erich Jöckel sein Fotolabor im Schulungsraum aufgebaut und freute sich auf einige Fotografen aus der Sachabteilung Film und Foto des STSB. Am Sonntag ging es dann auch gleich raus aufs Meer und da konnten wir dann zeigen, was wir so können. *gröhl oder eher nicht können, wenn es mich betrifft*

Sobald wir am Nachmittag zurück waren, ging es rasch ins Hotel und für mich hieß es dann: raus mit dem Memory Stick, rein in den Laptop, Fotos überspielen, anglotzen, auswerten, zusammenstellen, auf CD brennen, Camera und Lampe ans Ladegerät (achja, für's Duschen blieben dann auch grad noch 10 mins Zeit) und dann zurück auf die Basis und dort gab es dann die Teambesprechung. Gunter grinst: er holte seinen Film aus der Kamera, den dann Erich gleich entwickelte, und dann hing auch sein Blitz am Ladegerät. Bei uns im Zimmer sah es aus wie in einer Werkstatt.


Während der Teambesprechnung verzettelten sich leider einige Teilnehmer etwas zu sehr in der Technik, statt mal drauf zu hören, was Erich für wertvolle Kommentare abgab. Mal ehrlich: wenn Erich seine Bilder zeigte, dann hat man schon für einen kurzen Augenblick so einen Atemaussetzer. Ist halt so, er kanns' und ist viel zu bescheiden!!! Nach dem Abendessen saßen wir hier und dort beim Bier zusammen und da ging es eigentlich immer nur: Analog gegen Digital.
Hierzu möchte ich mal ganz deutlich was sagen: Digital ist ja gut und schön. Man kann nachher noch einiges rausreißen, hat eine leichte Bedienung unter Wasser und jede Menge Platz auf den Chipkarten. ABER: wer so richtig gut fotografieren kann - und damit meine ich angefangen bei der Bildgestaltung, bis hin zum absolut scharfen und richtig ausgeleuteten Bild - hat einen harten Weg vor sich. Nicht jeder Knippser ist auch gleich ein Fotograf!



hier die Pepita

das Tauchschiff von 
Roses Sub

am Cap de Creus



<--- click

Erwähnenswert war der Tagesausflug auf die Islas Medas. Man, war das dort klasse. Nicht nur, dass ich dort meinen 200sten Tauchgang feiern durfte, ich hatte einfach einen super schönen Tag mit 2 ganz geilen Tauchgängen. Zwischen den TGs waren wir noch sehr lecker essen (Otmar, das ist echt gut organisiert) und abends wurden wir dann von Margit auf der Basis mit einem tollen BBQ erwartet und hatten mit unseren Präsentationen die "Ahhs" und "Ohhs" der anderen Tauchgäste auf unserer Seite.

Abschließend möchte ich nochmals Erich für sein Engagement, für seine unermüdliche konstruktive Kritik und seine wunderbare Art mit Menschen umzugehen danken.

WIR HATTEN UNSEREN SPASS.


03.-17.04.2004 - Bodrum/Türkei - Hotel Palm Area               










Das war unser Tauchschiff und die wunderschöne
Kuschelpalme direkt am Meer !!!

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten, wegen Umbuchung durch den Veranstalter im Vorfeld, sind wir dann doch in unserem Wunschhotel angekommen. Das Hotel war mit seinen 80 Betten übersichtlich klein und daher für uns bestens geeignet. Leider kamen wir just am Eröffnungstag an und mußten somit miterleben, wie sich ein Hotelmanagment gaaanz langsam in Bewegung setzt. Doch nach einigen Beschwerden konnten wir einen erholsamen und harmonischen Urlaub erleben.


Helly war ständig in dem sehr kindgerechten Solino (Mini) Club und hatte Spaß mit ihrem Memo (der Betreuer hieß so), dem Kinderabendessen und der Mini-Disco. Angelina genoß derweil mal Pause von ihrer Schwester zu machen und die volle Aufmerksamkeit vom engagierten Gunter und mir zu bekommen.

Mit unseren Freunden, den Scholls aus Grevenbroich, hatten wir alle sehr viel Spaß. Nicht nur die Kinder haben sich gut verstanden. Dagmar und ich vermißten jedoch unsere alljährliche Tour und das Non-Limit-Tauchen. Wie zuvor erwähnt, hat es jedoch für uns sogar zum Tauchen gereicht. Diese beiden Tage "frei" von den Kids zu haben, hat Dagmar, Gunter und mir sehr gut getan.

Zum Hotel: Die Zimmer waren geräumig, sauber, und nett eingerichtet. Angelina hat in einem Baby-Bett und Helena auf einem ausklappbaren Sessel geschlafen. Somit hatten wir das Schlafzimmer für uns. *gg

Da der Club ein All-Inclusiv-Hotel ist, gab es rund um die Uhr, Trinken und Essen. Vormittags gab es an der Poolbaar bereits Snacks und bis nachmittags um 16:00 Uhr gab es Eis all-you-can-eat. Nachmittags gab es zu unserem leckeren Sandy-Eis-Café noch Gebäck oder Kuchen. Die Hauptmahlzeiten waren überwiegend türkisch, was jedoch ausgesprochen schmackhaft und lecker war. Sehr zu empfehlen !!!

Während unserer Ausflüge zu einem Wochenmarkt nach Milas und Einkaufsparadies in Bodrum bin ich ob der unglaublichen Angebote in einen Kaufrausch geraten. Von Dolce & Gabana bis hin zu Nike, alles war vorhanden. Echte Kopien wohl gemerkt, aber wen stört das denn schon ----- bei den Preisen !!!

Ein echtes Erlebnis war die Massage in dem türkischen Hamham. Das muß man in der Tat mal gemacht und erlebt haben. Davon werde ich nun die nächsten Monate zähren.

So, nun noch die lustigste Urlaubsgeschichte:
Es war bereits spät abends und .... neee, das ist so unglaublich, das kann ich nur live erzählen. Also einfach mal durchklingeln und ich erzähl es Dir !

Fazit: Ich würde mit meinen Kindern jederzeit wieder ins Hotel Palm Area fahren. Genauso in die Türkei. Von der Infrastruktur, der Freundlichkeit der Menschen dort, den modernen Hotelanlagen und dem absolut köstlichen Essen war ich dermaßen positiv überrascht, daß ich meine Meinung über die Türkei gründlich geändert habe. Also, nix wie hin !



18.-25.10.2003 - Südtour Rotes Meer, Heaven Imperial          

Weil uns das Ganze so einen riesen Spaß macht, haben wir zum dritten Mal die Südtour gebucht. Genau, wie im Jahr zuvor, ging es runter zu den St. John's Riffen. Da die Explorer bereits generalüberholt wurde (für den Sudan), fuhren wir mit der Heaven Imperial (früher mal Ghazala). Auch ein super schönes Schiff, viel Schatten auf dem Sonnendeck und die Sonnenanbeter kommen im vorderen Bereich auch nicht zu kurz. Die Kabinen sind hier auch (wie bei der Explorer) großzügig und verfügen über ein geräumiges sauberes Bad. Großes Glück: das Schiff war nicht ganz ausgebucht !

Zur Tour: Shelenead II, St. Johns: - Wahead, - small & big Habilli, - Ethnien, - Cave Reef, Shaab Maksur, Abu Aklas, Shaab Sharm und !!!Elphinstone!!! (jaaa - ich hör ja schon auf - aber was wahr ist, ist nunmal wahr, es ist mein Lieblingsriff *kreischvorbegeisterung*) Und ich sag noch zu unserem Tourguide Uli Mewes, was mir im Logbuch fehlt ist so ein schöööööner Longimanus (fettgrins). Uli machte es möglich - am Elphinstone hatten wir dann bei jedem TG einen Longi.


Wow, das isser !!!

(Das Foto machte Jörg, der direkt auf den Kumpel zuschwamm - todesmutig und den Finger am Auslöser seine Sony-Digi-Knipse   *ggg)



Nachmittags bekamen wir dann noch sein Baby zu Gesicht, welches sich ein Gefecht mit einer frechen Makrele lieferte.


Das Essen auf der Tour war, wie immer, spitze. Nur der obligatorische Truthahn am letzten Abend erfreute sich nicht mehr so arg der Beliebtheit der Mitreisenden (--- was ihr nur alle gegen trockenes Fleisch habt?)
Wie oben bereits erwähnt, hatten wir in Uli einen ortskundigen Guide, der stets freundlich zu allen Mitreisenden war und auf jeden Taucherwunsch eingegangen ist. So auch am Shaab Samadai, wo wir außerhalb der Bucht kurz stoppten, damit Karin einmal ihre Delfine zu sehen bekam. Nach neuster Info dürfen Safariboote nicht mehr dort stoppen, es sei denn man zahle pro Person 5 USD für das Schnorcheln mit den Delfinen.

Wir reisten diesmal zu Dritt: Sascha Schmitt (mein geliebter Bruder) und Dagmar (wie üblich) haben mich begleitet. Tja Gunter, hättest Du mal Deinen Auftritt abgesagt und wärst mitgeflogen - verpaßt hast Du allemal viel ;-)))


19.-26.10.2002 - Südtour Rotes Meer, Heaven One               


Die zweite Tour mit der Heavenfleet machte ich 10/2002 mit der Heaven One.




Ebenfalls Südtour Rotes Meer. Diesmal richtig SÜD – bis runter zu den St. John’s Riffen. Vorwegschicken muß ich, daß uns vorher bekannt war, daß die Heaven One das älteste Schiff in der Flotte ist; sie sei wohl gänzlich überholt und modernisiert worden. Davon ausgegangen haben wir gebucht. Enttäuscht stellten wir jedoch auf dem Schiff fest, daß die Heaven One halt die Heaven 1 ist und bleibt. Fairerweise muß man sagen, es ist kein schlechtes Schiff, aber in die Jahre gekommen. Hier gab es ebenso erfreulich keine "Haustiere". Zum Schiff braucht man weiter nichts mehr sagen, denn es ist am
27.04.2003 vor Abu Dahab durch einen Brand im Maschinenraum (am Generator) gesunken. Gott sei Dank, ist niemandem der Gäste oder der Crew etwas passiert. Alle Passagiere konnten rechtzeitig von Bord gebracht werden. Das Schiff war allerdings nicht mehr zu retten.

Zurück zur Tour:Das Essen war noch besser, als auf der Explorer (siehe unten). Ein echtes Erlebnis. Wie gehabt, mittags 3 Gänge, abends 4 Gänge. Das Sonnendeck – anders als auf der Explorer, gänzlich im Schatten, was in Ägypten echt von Vorteil ist. Zur Tour: Shaab Sharm, endlose Riffe bei St. John’s mit Höhlen, Labyrinthen, Überhängen, Korallengärten etc. etc. etc., Gota Gimal, und – wie üblich – Samadai mit den Delfinen. Ankern in der Bucht ist mitlerweile verboten. Tausende Schnorchler kleben wie Seerosen an der Wasseroberfläche, um Delfine zu sehen. Wer den ersten Delfinkontakt hier hat, mag zwar begeistert sein, aber ich finde mehr als 10 Boote an einem Riff mit entsprechend vielen Leuten im Wasser echt eine Zumutung für Mensch und Tier !!! Man muß es mögen. Der Guide: Manuel Jogesch war manchmal etwas ruppig, hatte aber auch nette Seiten. Er machte gute Briefings, mit denen man unter Wasser auch was anfangen konnte.

Diesmal war ich mit Dagmar alleine unterwegs. Wir lernten auf dieser Tour 4 sehr nette Jungs vom Edersee kennen. Grüße an Peter, Michael, Wolfgang und Werner - "der Navigator".



29.05.-06.06.2000 - Südtour Rotes Meer, Heaven Explorer      

Die erste Tour mit der Heavenfleet machte ich im Mai 2000 mit der Heaven Explorer. Südtour Rotes Meer. Tolles Boot. Keine "Haustiere" – was ich von den Malediven-Trips als echt eklig in Erinnerung habe und umso angenehmer überrascht war, nichtmal eine klitzekleine Ameise zu entdecken.

Das Essen ist der Hammer. Abnehmen kann man echt vergessen. Mittags 3 Gänge, abends 4 Gänge. Reichhaltig und abwechslungsreich, hübsch garniert und mühevoll / liebevoll zubereitet – Heaven halt. Die 2 Außenboardkabinen sind riesig mit großem Kingsize-Bett. Für Verliebte oder welche, die sich noch verlieben wollen. Unter Deck die 6 Kabinen sind ebenfalls großzügig geschnitten, mit Etagenbetten – jedoch würde ich sie nie als 3-Bett, sondern nur als 2-Bett-Kabine buchen. Es sei denn, man will die ganze Zeit auf dem vorderen Sonnendeck übernachten, was auch was für sich hat !!! Jede Kabine hat eine eigene Dusche und WC. Hygiene wird also auch groß geschrieben. Im Bad kann man sich sogar bewegen, es ist angemessen "groß".

Zur Tour: Elphinstone, Shab Sharm, Samadai (Delfine satt !!!), sprechen für sich. Bei Elphinstone im Morgengrauen auf Du und Du mit großen Riffhaien und Hammerhaien. Mein persönlich schönstes Erlebnis bei Null Strömung und den ersten Hammerhaien meiner bisherigen Tauchzeit. Der Guide: Hans Block war sehr kompetent, ruhig und gelassen mit Mannschaft und Gästen und immer gut drauf. Eine Bereicherung für den Tauchsport !

aus unserer Clique waren mit dabei: Gaby und Hubert Houben, Dagmar Massen, Uli Herrmann und Maria Burch



09.-23.02.1998 - Nordtour Malediven, MS Panorama              

(Man, Hubert, das ist ewig her !!! Konnte ich da überhaupt schon tauchen? Ich muss mir mein Logbuch holen)

Ich versuche das Schiff mal zu beschreiben: Es war klein! - Es war sehr klein!

Die Gruppe bestand aus 6 Freunden und mich hatte Hubert zu dem Trip eingeladen, weil der mögliche 7. Mann fehlte (der, der vor Kopf am Tisch auf dem Mülleimer zu sitzen hat) In der Kabine unter Deck hatte man nicht wirklich viel Platz. Ich frag mich heute noch wie Jörg (Dagmars Mann) sich in der Kabine hat umziehen können? Wir teilten uns zu Siebt eine Naßzelle und die darin befindliche Toilette. Gut, wir waren Freunde und haben das "Bad" immer so verlassen, wie der nächste es wohl vorfinden möchte. Aber die Wartezeit aufs freie Bad war schon anstrengend und da können Frauen (die einen mehr, die anderen weniger) schon recht ungeduldig werden.

Wir hatten einen super netten Koch aus Sri Lanka (Ajith Fernando), der in seiner Mini-Kombüse unglaubliche Köstlichkeiten zauberte. Gell Jörg, der Waldi, den Ajith Dir gekocht hat, war doch klasse. Die Crew bestand aus 7 Personen: Diveguide Shiyar (hey man, ohne Dich hätte ich heute noch Angst vor Drift-Dives), Kapitän - Mohamed, Stuart - Ebrahim, Fischjunge -  Hussan, Koch - Ajith, Kapitän Dhoni - Nooho (der Verwegene) und Maat Dhoni - Musah
Ja, wir hatten ein eigenes Tauch-Dhoni, auf dem die Ausrüstung die ganzen 2 Wochen aufgerödelt war und auf dem auch die Flaschen gefüllt wurden. Daher hatten wir keinen Kompressor-Lärm.

Zur Tour:In Hulule am Airport wurden wir eingeschifft und fuhren dann quer durchs Nord-Male-Atoll, um auf Helengeli Hubert und Gabi abzuholen (ihr kriegt den Hals aber echt net voll!) Wer kennt sich auf den Malediven aus? Wir reden nun nicht von Inseln, nein von Atollen (ah-toll!!!) Dies sind Inselgruppen *nurmalsoanmerk* für die Nichttauer unter uns. Vom N-M-Atoll ging es dann zum Ship Yard Wrack ins Laviani-Atoll und von dort weiter zum Noonu-Atoll, nach ettlichen TGs erreichten wir dann das Shaviyani-Atoll,  um dann noch ins Haadalu-Atoll zu fahren. Dies war dann das Ende der einzigartigen Tour und von ganz im Norden der Malediven sind wir dann mit dem Wasserflugzeug zurück nach Hulule geflogen. Eigentlich stand die Tour unter dem Motto: Außenriff tauchen, Großfisch sehen. Täglich sind wir mehrfach von einer Strömung zur nächsten getaucht, aber das ersehnte Großfisch-Gedöne blieb aus. Mantapoint ohne Manta ist auch nicht gerade der Bringer.
Die Karte mal aufklapp und nachschau, wie weit nun das Laviani-Atoll vom N-M-Atoll wech ist. Richtig. Sehr weit! So eine Überfahrt durchs Nirvana kann schon heiter werden. Seekrank? Wieder richtig. Ich war so krank, daß ich 6 (!!!) Stunden kotzend an der Reeling hing, nein lag, oder eher dahinsiechte. Meine lieben Freunde dachten schon, ich würde die Überfahrt nicht überleben. Heijajei, war mir schlecht. Im Ernst, so ein Dhoni ist nix anderes, als eine Nusschale, auf blauem Wasser treibend und die Wellen im offenen Meer zwischen den Atollen können haushoch sein.

Noch ein wunderbares Erlebnis..... ein TG namens Waschingmaschine.... Ich tipp das nun mal aus meinem Tauch-Tagebuch ab:
mal wieder hieß es mäßige Strömung. Am Anfang war dem auch so. Riesige Schwärme umrundeten uns. Irgendwann sehe ich die Luftblasen wagerecht davonziehen. Ich dachte noch: was ist denn hier los? - Da ging es auch schon ab. Wir sind rumgewirbelt worden, wie in einer Waschmaschine. Das war eine Monsterströmung. Zum Glück sah ich Hubert und ging an seine Hand. Einmal wären wir fast in die Felsen geknallt. (Riffschutz - neee is klar!) Nach gut 30 mins war der Zauber vorbei. Wir hatten Glück. Ein Blick auf die Software meines Aladins verrät mir, daß wir mal auf 20 m waren, in wenigen Augenblicken später wieder auf 26 m, um dann auf 16 m zu landen. Dann gings wieder im Sturzflug auf 20 m und flöp rauf auf 6 m.

Soll ich noch die Tea-Time zum Besten geben? Na juut:
Eines Nachmittags machte ich es mir schwimmend in einer Lagune im himmelblauen Wasser gemütlich. Es war heiß, das Wasser erfrischend, wir ankerten auf Sichtweite zu einer Insel und wir alle waren gut drauf. Die Jungs fanden es sehr witzig, die Leiter einzuholen und mich schwimmend draußen zu lassen. Wolfgang war sogar so freundlich, mir den Tee und die Panzerplatte (ein sehr feiner Keks) ins Wasser zu servieren. Der Brüller war gelungen. Nachdem ich schwimmend meinen Tee und die Panzerplatte zu mir genommen hatte, wäre ich nun doch gerne ins Dhoni geklettert. [und wehe einer lacht nun über meine Unsportlichkeit :o( ] Ich versuchte es zuerst über das Ankertau. Maaaahn, im Film bei Jean-Claude-Vandamme sieht das so lässig aus. Was der kann, kann ich auch. (Dachte ich.) Da hing ich nun am Seil, wie ein nasser Sack. Witzig. Sehr Witzig. Platsch - und ich lag wieder in der Brühe. Dann versuchte ich es zwischen den beiden Dhonis. Also eine Hand an einem Dhoni und die andere an dem Nächsten. Dazwischen wolle ich mich hochstämmen. Witzigkeit kennt keine Grenzen. Irgendwie fühlten meine Arme sich an, wie Pudding. Die Jungs standen nunmehr versammelt nebst Gattinnen und der Crew an der Reeling und krümmten sich vor Lachen. (Nein, ich fand das zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklich witzig.) Dann hatte ich den genialen Einfall ins Zodiac zu steigen, welches am Dhoni hing. Hier erspare ich mir nun jegliche Kommentare, wie ich ohne Flossen in das Zodiac geklettert bin ... *sfg Also die Idee war genial, nur, daß die Jungs die Leine vom Zodiac lösten und ich langsam, aber sicher, davontrieb. Ich wollte natürlich niemals zugeben, wie genervt ich war und machte auf völlig cool. Hachja, hier kommt mir doch meine DLRG-Zeit zu Gute. So ein Motor ist ja nun nicht wirklich schwierig anzuwerfen. (Dachte ich mal wieder.) Ich zog also so gut es ging an dieser Schnur, doch die Kiste wollte nicht anspringen. Irgendwie hatte ich wohl den Shoke übersehen, den ich hätte ziehen müssen. Ich trieb also weiter im Meer und entfernte mich zum Dhoni. Nun probierte ich es mit rufen und winken zur Insel. Am Strand standen ein paar Einheimische und beobachteten das Schauspiel der bekloppten Urlauber. Nachdem ich ihnen gewunken hatten (dem Irrglauben unterlegen, einer dieser Menschen hüppe in sein Segelboot und eile zu meiner Rettung), winken diese Einheimischen mir doch tatsächlich zurück. Da beschlich mich das Gefühl, ich such nun nach der Macht, um mal eben umzuschalten. Irgendwann hat aber ein jeder Witz sein Ende und Hubert sprang in die Fluten, um mich aus meinem Exil zu retten. Während er schwimmend auf das Zodiac zukam, muß ihn irgend eine Qualle an der Brust erwischt haben. Hat jedenfalls ziemlich gebrannt ------ ich war nicht wirklich schadenfroh - neihein !!! (megagrins) Achja, ich hab ihm noch eins mit dem Paddel übergezogen, was er widerum auch nicht sehr witzig fand.

Die Kakerlaken:
Eines Nachts werde ich wach und irgendwas klackert neben mir im Gebälk. Ich krame nach der Taschenlampe und leuchte, was das Zeug hält. Nix zu sehen. Als ich morgens nachfrage, erklärt man mir, daß das Holz "arbeite". Ahhhja. In der folgenden Nacht höre ich wieder dieses laute Klackern. Ich leuchte also wieder und plötzlich sehe ich im Staukasten der Boardwand neben meinem Bett eine Kakerlake, so groß wie eine Streichholzschachtel, die auf dem Rückenliegend um ihr Leben kämpft. (Unnötig zu erwähnen, daß die Crew wähend unseres EM-Dives täglich flaschenweise Insektenvernichtungsmittel in unsere Kabinen sprühte) Mich überkommt also der Ekel und ich verlasse die Kabine zum Oberdeck. Dort liegt die Crew auf Tisch, Bank und einfach auf den Planken und schaut mich an, als würde ich sonstwas von ihnen wollen (ja, genau so haben die geglotzt). Um mir diese peinliche Situation also zu ersparen, gehe ich rückwärts wieder unter Deck und verharre auf der Treppe. Als ich dort so saß und über dies und jenes nachdachte (nein, die Kabine hätte ich unter keinen Umständen mehr betreten) sah ich eine ganze Armee von Kakerlaken, die sich aus der Kombüse kommend den Weg in Richtung der Kabinen bahnte. Na prima. Da habe ich es dann vorgezogen auf einem Handtuch auf dem Oberdeck in der Nähe der Crew zu nächtigen. Sollten die doch denken, was sie wollen, ich war einfach nur müde.

Meine Mitreisenden auf der Tour waren: Gabi und Hubert Houben, Wolfgang und Goda Myrrhe, Dagmar Massen und Jörg Scholl.




von links nach rechts:


Gabi, Hubert,
Wolfgang,
Sandra, Goda,
Dagmar, Jörg





Anläßlich meines 30ten Geburtstags gab es von Ajith eigens einen wunderschönen Geburtstagskuchen.